Projekte

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Zertifikatsübergabe im Qualifizierungsprojekt Altenhilfe

Überreichung der Zertifikate an die Teilnehmerinnen des Qualifizierungsprojektes Anna-Lena Meuer, Birgit Rittker und Sabine Scharping (vorn von links) durch Anette Merz-Reichgeld, Integrationsassistentin und Dagmar Theis, Leitung Viweca (hinten von links). Es fehlt eine Projektteilnehmerin aus St. Goarshausen
Außenarbeitsplatz im Caritas-Altenzentrum St. Josefsheim

Außenarbeitsplatz im Caritas-Altenzentrum St. Josefsheim in Arzbach im Bereich der sozialen Betreuung und Hauswirtschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto der Auftaktveranstaltung im März 2013 mit den Initiatoren sowie den Unterstützern der Integrationsinitiative

Foto der Auftaktveranstaltung im März 2013 mit den Initiatoren sowie den Unterstützern der Integrationsinitiative
Beschäftigte im Projekt Integrationsinitiative
Beschäftigte im Projekt Integrationsinitiative

Zwei Beschäftigte der Caritas-Werkstätten arbeiten in einem Kunststoffwerk. Sie montieren kleine Kunststoffteile aus Spritzguss, die später in Elektroschaltkästen eingebaut werden.
Beschäftigte im Projekt Integrationsinitiative

Ein weiterer Beschäftigter erprobt sich in einem Praktikum im Berufsfeld Hausmeister und erledigt Renovierungsarbeiten.

Projekte

Qualifizierungsprojekt "Altenhilfe"


Werkstattbeschäftigte qualifizieren sich nach einjähriger Schulung als Alltags- und Hauswirtschaftsassistenten in Altenzentren des Caritasverbandes

Um noch mehr Beschäftigten der Caritas-Werkstätten Teilhabemöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bieten, wurde das Qualifizierungsprojekt „Altenhilfe“ ins Leben gerufen. In Kooperation mit den drei Altenzentren des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn entwickelte die Integrationsabteilung Viweca einen Rahmenplan, der Grundlage für die Qualifizierung zum „Assistent in sozialen Einrichtungen“ ist. In Anlehnung an weitere anerkannte Berufsbilder wie Fachpraktiker Hauswirtschaft, Textilreinigerwerker oder Hauswirtschaftshelfer bietet der Rahmenplan die inhaltliche Grundlage für die betriebliche Qualifizierung, für die sich Werkstattbeschäftigte von allen Standorte der Caritas-Werkstätten beworben hatten. Während der einjährigen Qualifizierung erwarben die Teilnehmer bis Herbst 2013 Kenntnisse in Themen wie Arbeits- und Gesundheitsschutz, Reinigung sowie in spezifischen Arbeitsmethoden wie Hilfestellung im Alltag, Anrichten einfacher Speisen oder Mitwirkung bei der Gestaltung verschiedener Angebote für die Bewohner. In den Altenzentren wurden sie regelmäßig von einer Integrationsassistentin der Viweca unterstützt und qualifiziert. In wöchentlich stattfindenden Schulungstagen in Montabaur vertieften die Beschäftigten ihr erworbenes Wissen und tauschten sich aus.

Dauerhafte Beschäftigung in Altenheimen schafft Zufriedenheit auf beiden Seiten

Zur Zeit sind vier Beschäftigte als Assistent in sozialen Einrichtungen in den Caritas-Altenzentren in Arzbach und Hachenburg auf sogenannten Außenarbeitsplätzen oder ausgelagerten Berufsbildungsplätzen tätig. Angebote der sozialen Betreuung der Bewohner oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten gehören zu ihren Aufgaben. Zum Gelingen des Projektes tragen maßgeblich die betrieblichen Mentoren in den Altenzentren bei. Sie sind in ihrer Funktion als Pflegedienst- oder Wohnbereichsleitungen direkte Ansprechpartner für die Beschäftigten vor Ort und im regelmäßigen Austausch mit den Integrationsassistenten der Viweca.

Zukünftige Beschäftigungsmöglichkeiten für behinderte Menschen in der Altenhilfe

Die Caritas-Werkstätten stehen mit ihrem Projekt nicht alleine dar. Viele Werkstätten in Deutschland haben spezielle Qualifizierungskonzepte für Menschen mit Behinderung entwickelt und kooperieren mit Einrichtungen der Altenhilfe. Immer mehr Menschen mit Behinderung sind als Alltags- oder Servicebegleiter in der Altenhilfe tätig. Bei aller Unterstützung, die Menschen mit Behinderung benötigen – viele können und wollen auch selbst Hilfe geben, Unterstützung leisten, sich einbringen, sich engagieren, aktiv und kompetent sein. Diese Tatsache kann auch dem Alten- und Pflegebereich zugute kommen. Dort wird aufgrund des demografischen Wandels händeringend nach Entlastung gesucht. Menschen mit Behinderung können Aufgaben übernehmen, für die Fachkräfte häufig keine Zeit mehr haben.

Kontakt

Wenn Sie Fragen zu diesem Projekt haben, sprechen Sie uns an.

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, Integrationsabteilung Viweca
Dagmar Theis, 56410 Montabaur, Tel.: 02602 1342570 oder 0151 151 42195.

Mail: theis.viweca@caritaswerkstaetten-wwrl.de [1]

 

Integrationsinitiative für Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen

 

Ziel der Integrationsinitiative

Mehr Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes zu bringen - das ist das Ziel der Integrationsinitiative der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, der Lebenshilfe Limburg-Diez e. V. und der Stiftung Scheuern. Viele Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung wollen – und können – mit Unterstützung in einem Unternehmen oder einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeiten. Das funktioniert besser, als die meisten Arbeitgeber denken. Gemeinsam starteten die drei Werkstätten für behinderte Menschen im Jahr 2013 eine Integrationsinitiative in den Kreisen Westerwald und Rhein-Lahn. Hierzu sicherten die beiden Landräte ihre Unterstützung zu, genauso wie Vertreter der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer Koblenz sowie der Handwerkskammer Koblenz. Im Vordergrund stehen dabei die Werkstattbeschäftigten, die einen Praktikumsplatz oder eine dauerhafte Beschäftigung auf einem Außenarbeitsplatz in Betrieben und Einrichtungen des allgemeinen Arbeitsmarktes suchen. Durch die Integrationsinitiative sollen noch mehr Beschäftigte als bisher auf einen ausgelagerten Arbeitsplatz vermittelt werden.

Wie verläuft betriebliche Integration von Werkstattbeschäftigten?

Zeigen die Beschäftigten Integrationsinteresse, werden sie zunächst entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten beraten und geschult. Dann gilt es, einen möglichst wohnortnahen Betrieb zu finden, der genau zur jeweiligen Person passt und der einen Praktikumsplatz anbieten kann. Integrationsassistenten informieren die Betriebe über Einsatzmöglichkeiten und helfen gegebenenfalls bei der Anpassung des Arbeitsplatzes und bei der Strukturierung der Tätigkeiten. Sie betreuen die Einarbeitung und die Qualifizierung des Werkstattbeschäftigten nach den individuellen Anforderungen des Unternehmens. Wenn sich zeigt, dass die Bedingungen für alle Beteiligten passen, kann das Praktikum in einen so genannten dauerhaften Außenarbeitsplatz umgewandelt werden. In Einzelfällen gelingt die Vermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Dabei können die Arbeitgeber Lohnkostenzuschüsse erhalten.

Vorteile für die Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes

Die Vorteile für die Betriebe, Einrichtungen und Unternehmen liegen auf der Hand und werden von denen bestätigt, die bisher mit den Werkstätten kooperieren. Menschen mit Behinderung arbeiten in der Regel mit hoher Motivation und Zuverlässigkeit. Bei sogenannten Außenarbeitsplätzen entsteht kein finanzielles Risiko für das Unternehmen oder den Betrieb, da keine Lohnnebenkosten anfallen und keine arbeitsvertragsrechtlichen Bindungen entstehen. Zudem können bis zu 50 Prozent der gezahlten Vergütung auf die gesetzliche Ausgleichsabgabe angerechnet werden. Darüber hinaus fördert die Beschäftigung behinderter Menschen das soziale Miteinander der Arbeitnehmer, bereichert die Unternehmenskultur und steigert das Unternehmensimage. Eine Vielzahl von Partnern aus Industrie, Handel und Handwerk bieten schon Außenarbeitsplätze und sind sehr zufrieden.

Tätigkeiten in der Industrie als Lager-, Produktions- und Montagehelfer, in der Hauswirtschaft, im Einzelhandel, im Büroservice, in der Garten- und Landschaftspflege, in der Land- und Forstwirtschaft, in sozialen Einrichtungen oder in der Gastronomie sowie im Handwerk kommen in Betracht. Wichtig ist allen Beteiligten eine weitere Sensibilisierung der Region für die Anliegen und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung zu erreichen.

Kontakt

Wenn Sie das Ziel der Integrationsinitiative unterstützen möchten, nämlich den Ausbau bestehender Kontakte sowie den Aufbau neuer Kooperationen oder weitere Fragen haben, sprechen Sie uns an:

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, Integrationsabteilung Viweca
Dagmar Theis, 56410 Montabaur, Tel.: 02602 1342570 oder 0151 151 42195.

Mail: theis.viweca@caritaswerkstaetten-wwrl.de [2]